10. Still here

Sina Sunrise Sunrise Sunrise
Hola ihr Lieben!
Mein Arztbesuch liegt mittlerweile mehr als eine Woche zurück und alles hat sich wieder beruhigt. Die Zeit hier vergeht wirklich wie im Flug, wenn man täglich arbeitet.
Die guten Nachrichten: Meine Knöchel sind wieder zurück und es hatte sich auch noch nichts entzündet (zum Glück!). Man sieht aber definitiv, dass da mal was war und ich muss mich jetzt täglich mit Insektenspray einsprühen. Das Spray riecht unheimlich stark nach Krankenhaus, ziemlich unangenehm also! Durch die vom Arzt verschriebenen Medikamente sind aber sowohl die Schwellung als auch die Flecken schnell wieder verschwunden, zurückgeblieben ist eine seltsame orangefarbene Verfärbung meines Knöchels. Sieht quasi aus, als hätte ich mich dort exzessiv gebräunt, mit etwas fleckigem Ergebnis.


Ansonsten sind wir wieder fleißig am Arbeiten. Das macht eigentlich sogar manchmal Spaß, zumindest haben wir heute festgestellt, dass wir die Kollegen wohl doch etwas vermissen werden, da wir jeden Tag nach der Arbeit irgendwelche Stories zu erzählen haben. Wir sind mittlerweile zurück beim Fruit Thinning der goldenen Kiwis. Sina ist da ziemlich gut drin, wenn auch langsam, und ich bin (abhängig von meiner Tagesform und der Temperatur) ganz okay oder nicht so okay. Goldene Kiwis sind um einiges mehr wert als grüne, deshalb darf man nicht einfach alles herunterreißen, was nicht in den Plan passt. Zudem wird man teilweise von den Supervisoren mit einer Waage verfolgt und das Obst, welches man aussortiert hat, wird gewogen. Man kann nur leider mit bloßem Auge keinen Unterschied zwischen 55 und 58 Gramm erkennen, daher reißt man meistens planlos alles runter ("Ohje, jetzt hast du aber viele gute Kiwis gepflückt, die kosten einen Dollar pro Stück!") oder traut sich gar nicht mehr an die Borderline-Früchte ("Ohje, hier hängen aber noch viele kleine unter 55 Gramm!"). Wie ihr seht, kann man es in der Materie niemandem Recht machen. Allerdings hatte ich vor einigen Tagen mal einen guten Tag mit einer tollen Trefferquote , daraufhin hat mir mein Supervisor eine Kette aus einer Kiwi gebastelt.

Unserem Auto, liebevoll Ping-Pong genannt, geht es auch gut. Gestern haben wir versehentlich das Schiebedach offen gelassen (in Panik vor dem Hitzetod bei 35 Grad einfach alle Fenster geöffnet, ups) und hatten Glück, dass es nachts nicht geregnet hat. Sonst fährt er sich noch immer prima, auch wenn wir mittlerweile auf manuelles Schalten umgestiegen sind- und ihr glaubt gar nicht, wieviel weniger Benzin er plötzlich verlangt.

Heute ist übrigens frei, da hier ein Nationalfeiertag stattfindet, der irgendwas mit der Gründung Aucklands zu tun hat- ganz sicher sind wir uns da allerdings nicht. Diesen Tag heute verbringen wir, mit 34 Grad gesegnet, ganz friedlich im Haus (denn draußen ist es unerträglich). Arbeiten bei einer solchen Hitze ist auch nicht unbedingt cool (im wahrsten Sinne des Wortes, haha), aber man ist unter den Kiwipflanzen doch sehr gut geschützt. Da sind wir wirklich unendlich dankbar für.
Wir haben auch beschlossen, bis zum 18. Februar hierzubleiben und dann weiterzuziehen. Bis dahin haben wir hoffentlich genug Geld verdient, um gegen mögliche doofen Verläufe der Reise gewappnet zu sein, zumindest für einige Wochen. Nochmal arbeiten müssen wir auf jeden Fall, aber das ist schon okay. Immerhin hat ja auch niemand Lust, komplett ausgebrannt nach Deutschland zurückzukehren.

PS: Mir wurde ein neues Bildbearbeitungsprogramm empfohlen (tausend Dank Franzi!), mit dem ich endlich auch Rohdateien bearbeiten kann. Danach habe ich mehrere Jahre mehr oder weniger aktiv gesucht und jetzt ist es endlich soweit 8)

Ganz liebe Grüße an alle Daheimgebliebenen, wir denken an euch und lasst euch sagen: Hitze ist nicht so cool, wie sie erscheint. Ihr seid wahrscheinlich mit dem Winter besser dran :p

Hola and greetings from New Zealand!
We're still in Opotiki, quite busy with working and conquering the endless heat. Working is alright, we're back at Thinning- but it's gold kiwis this time. These species are a bit harder to work with as they are quite expensive and you can't just randomly pick them. The supervisors mostly run after you with a scale ("Oh, but this should only be 55 grams and it's 58! You just picked a good fruit and wasted one Dollar.") and make your life so much harder as it already is (just kidding). 
We're gonna miss work though, the colleagues are incredibly nice and funny. Apart from work, we're not really doing anything else. Opotiki is a really small town with no activities or whatsoever (we're glad it has a supermarket, doctors and a pharmacy!). Probably great if you want to save up some money for your further travel plans, so we're not complaining.
We're gonna leave this place on the 18th of February, so three more weeks to go.

We're hoping you're all doing well and all the best from New Zealand :)




Kommentare