21. Canterbury and Dolphins

Hallo aus Palmerston North!
Wir sind gestern mit der Fähre wieder auf die Nordinsel übergesetzt um wieder arbeiten zu gehen und sind ehrlich gesagt beide todtraurig darüber.
Die letzten Tage auf der Südinsel waren unfassbar schön und wir haben so viel erlebt, dass sich das kaum in Worte fassen lässt. Über Ostern waren wir wwofen auf einer Farm in Culverden bei der wohl nettesten Kiwi-Familie der Welt. Dort gab es auch einen Hund, der mir aber seltsamerweise sehr sympathisch war. Ich hab ihn sogar gestreichelt :D
Sina ist am Samstag für zwei Tage nach Dunedin gefahren, um Ed Sheeran live bewundern zu können, während ich ganz traditionell (na gut, nicht aus freien Stücken, aber ich kann ja mal so tun) Karfreitag und Ostersonntag in die Kirche gegangen bin und am Sonntag dort sogar im Kirchenchor mitsingen durfte.
Kannte zwar nur zwei der fünf Lieder, aber hey- habe in Neuseeland in der Kirche gesungen.
Der Pfarrer hier hat seine Predigt mit PowerPoint gehalten und die Lieder auf Youtube abgespielt, wir waren am Karfreitag schon etwas baff darüber. Auch sonst war das Klima herrlich entspannt, nach der Kirche gab es ganz viel Kaffee und Kuchen und alle haben noch miteinander gescherzt und wir haben Quinces (das sind wohl Quitten) vom Baum vor der Kirche gepflückt. aus denen unsere Hostmama dann einen Crumble backen konnte. Der war wirklich unheimlich lecker :)
Während Sina dann also in Dunedin zu Eddi getanzt hat, stand ich im Garten und habe Brombeeren ausgerissen. Die Dinger sind wirklich eine Plage und als Belohnung für meine emsige Arbeit (produktiv war ich, wenn man mal das Fluchen mit ausnimmt) habe ich von Liz gelernt, wie man Pavlova macht. Das wollte und konnte Sina natürlich nicht verpassen und war pünktlich am Montag zum Pavlova essen wieder aus Dunedin zurück :D
Die Osterfeiertage haben wir dann in Hanmer Springs in den Hot Pools ausklingen lassen, ganz stilecht mit Bergkulisse im Hintergrund. Einer von diesen Hot Pools war ein Schwefelhotpool, es hat wie in Rotorua nach verfaulten Eiern gerochen. Soll wohl gut für die Gesundheit sein, was wir mal stark hoffen, denn dieser Gestank ist wirklich kaum auszuhalten.
Am Dienstag haben wir dann beschlossen, unser noch reichlich vorhandenes Geld einfach in stilechter "Du lebst nur einmal"- Manier aus dem Fenster zu werfen und haben uns auf die Warteliste für das Delfinschwimmen in Kaikoura setzen lassen. Und tatsächlich hatten wir Glück und haben noch zwei Plätze bekommen!
Mittwoch haben wir uns dann also ganz traurig von Liz und Frank verabschiedet und sind nach Kaikoura gefahren.
Und was soll ich euch sagen: Schwimmen mit wilden Delfinen war wirklich nicht von dieser Welt. Ich meine, wir haben hier einen 1.578m hohen Berg bestiegen, Paua Muscheln neben Seelöwen am Strand gesucht, mit dem Auto die schlimmsten Schotterstraßen befahren, sind durch den Abel Tasman Nationalpark gekayakt, haben die atemberaubendsten Sonnenaufgänge und Sonnenuntergänge gesehen, sind durch Fjorde gefahren, neben Gletschern gewandert und haben außergewöhnlich gute Brownies gegessen, aber nichts, absolut gar nichts, war so unfassbar wie Schwimmen mit Delfinen.
In wunderschöne Wetsuits gekleidet und bewaffnet mit Schnorchel, Flossen und Taucherbrille sind wir vom Boot gesprungen und mit hunderten Delfinen im Wasser geschwommen. Man konnte es so gar nicht fassen, wenn plötzlich ein Delfin nur Zentimeter entfernt vor deinem Gesicht vorbei schwimmt oder neben dir durch das Wasser hüpft. Hat sich alles wirklich angefühlt wie in einem Film, so ganz ohne Zeitgefühl oder Sorgen.
Ihr merkt schon, wie schön das Ganze war und weil ich noch so mitgenommen davon war, hab ich danach prompt in Kaikoura meinen Bikini liegen lassen. Wenigstens der ist jetzt an einem schönen Platz.
Der Tag konnte auch gar nicht mehr schöner werden, denn wir haben nach der langen und anstrengenden Fahrt nach Blenheim und Picton tatsächlich den letzten Stellplatz auf einem kostenlosen Campingplatz erwischt. So ein bisschen traue ich dem Ganzen ja noch stets nicht, aber das Leben meinte es wohl einfach mal gut :p
Gestern sind wir dann nach dreistündiger Fährenüberfahrt wieder in Wellington angekommen, wo wir noch einen schönen Tag verbracht haben, um uns dann schon einmal langsam in Richtung Opotiki aufzumachen. Gelandet sind wir jetzt erst einmal in Palmerston North und weinen der Südinsel jetzt schon viele Tränen hinterher. Da können hier im Norden noch so wenig sandflies sein, es ist einfach doch ganz anders.
Samstag sollten wir dann aber endlich in dem uns vertrauten Ort wieder ankommen, gut 450 Kilometer haben wir noch vor uns :(
Ihr hört von uns, die nächsten Blogeinträge werden aber eher ein Gejammer über die Arbeit und nicht mehr besonders spannend werden. Da müssen wir uns noch bis zum Roadtrip über die Nordinsel gedulden :)
Wir hoffen, ihr hattet alle wunderbare Ostern und der Frühling hat endlich Einzug in Deutschland gehalten!
Sarah, du wirst noch zum Tierfreund! ;) Ich hoffe, du bringst auch einige originale Koch- und Backrezepte mit.
AntwortenLöschenViel Spaß Euch beiden beim Kiwis pflücken. Ihr seid ja jetzt Profis.
LG
Ein großartiges Erlebnis!!!
AntwortenLöschenGönnt euch noch was.......die Zeit geht jetzt so schnell vorbei. Dann sitzt ihr wieder in Nijmegen und träumt von Neuseeland.....